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Hessisches Wirtschaftsarchiv
eine Einrichtung der hessischen Industrie- und Handelskammern
und der Handwerkskammer Rhein-Main

Abt. 140 - Kaiser & Roth KG

Umfang 0,2 lfd. m
Laufzeit 1886 - 1967
Findmittel Datenbank; Findbuch "Kleinere Bestände, Bd. 1"

Geschichte des Bestands

Der Bestand, 0,2 lfd. m, gelangte 1996 als Depositum in das Hessische Wirtschaftsarchiv und wurde von Asta Schröder verzeichnet.

Geschichte des Unternehmens

1886 erwarben die Kaufleute Theodor Kaiser und Albert Roth, die zuvor als Angestellte bei anderen Marburger Unternehmen tätig gewesen waren, das Kohlen-, Baumaterialien- und Speditionsgeschäft von Chr. Balzer in Marburg sowie die Holz und Kohlenhandlung Lipphardt. Seit dem 1. Mai 1886 führten sie das Geschäft, das mit der Registernummer 100 in das Handelsregister A eingetragen war, unter der Firmierung "Kaiser & Roth" als offene Handelsgesellschaft weiter.

Das Geschäft, das zunächst nur zwei Arbeiter beschäftigte, wuchs beständig, so dass 1900 ein Zweiglager in Lohra (Krs. Marburg) eingerichtet werden konnte. 1909 wurde das Sortiment auf sanitäre Installationsartikel erweitert.

1901 zog sich Theodor Kaiser aus gesundheitlichen Gründen aus dem Unternehmen zurück. Seither führte Albert Roth das Geschäft unter Beibehaltung der Firmierung alleine fort.

Nach dem Tod Roths ging das Unternehmen im November 1917 in den Besitz seiner Witwe Luise Roth geb. Seidel über; Prokura erhielt der Sohn Albert Roth jun., der seit 1919 auch Mitinhaber war. 1929 schied Luise Roth aus der Gesellschaft aus. An ihre Stelle trat Robert Mensing, zuvor Direktor der Kurhessischen Handels- und Industrie-Bank in Marburg, als Mitinhaber ein. Das Unternehmen erlebte ein Aufschwungphase, so dass in Gladenbach und Niederweidbach (1933) sowie Hallenberg (1934) und Wallau (1936) Zweiglager eröffnet werden konnten.

Durch Fliegerangriffe wurden am 12.3.1945 alle Firmengebäude in Marburg zerstört. Nach vorläufigen Instandsetzungen nach Kriegsende konnte 1953 ein neu errichtetes Bürohaus in der Bahnhofstraße bezogen werden. Bereits 1952 war das Unternehmen in eine Kommanditgesellschaft umgewandelt.

1963 trat der Kaufmann Dr. Kurt Bornschein als Gesellschafter ein. Zum 1.1.1967 schieden Albert Roth und Robert Mensing aus der Geschäftsführung aus, die nun an Dr. Kurt Bornschein, Hansherrmann Mensing und Richard Rosa überging. 1976 fusionierte das Unternehmen mit der Marburger Baustoffhandlung "Wilhelm Felden" zur "W. Felden u. Kaiser & Roth KG GmbH u. Co." mit Sitz in Marburg.