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Hessisches Wirtschaftsarchiv
eine Einrichtung der hessischen Industrie- und Handelskammern
und der Handwerkskammer Rhein-Main

Abt. 176 - Waizenegger GmbH & Co. KG

Umfang 0,5 lfd. m
Laufzeit 1915 - 1990
Findmittel Datenbank; Findbuch "Kleinere Bestände, Bd. 1"

Geschichte des Bestands

Die Unterlagen gelangte 2004 als Schenkung in das Hessische Wirtschaftsarchiv und wurden von Ulrich Eisenbach verzeichnet.

Geschichte des Unternehmens

Am 1.7.1930 gründeten die Kaufleute Heinrich Beyer und Remigius Waizenegger ein Büroeinrichtungshaus zum Verkauf von Büromaschinen, Büromöbeln und Bürobedarf. Der Sitz des Unternehmens, dessen Betriebskapital 12.000 RM betrug, war in der damaligen Kronprinzenstraße 41 in Frankfurt am Main. Am 1.4.1937 erfolgte die Eintragung ins Handelsregister als "Waizenegger & Beyer oHG".
Die Geschäfte entwickelten sich vorteilhaft, so dass das Unternehmen schon bald Werksvertretungen für Triumph-Büromaschinen und Vario-Büromöbel übernahm und Rechenmaschinen importierte. Außerdem wurden eine Reparaturwerkstatt für Schreibmaschinen sowie eine Schreinerwerkstatt für Kundendienstarbeiten an Büromöbeln angegliedert.
Obwohl während des Zweiten Weltkriegs das Hauptgeschäfts und die beiden Werkstätten durch Fliegerangriffe völlig zerstört wurden, konnte der Geschäftsbetrieb in Notunterkünften fortgesetzt werden. Nach dem Ende des Krieges schied Heinrich Beyer aus dem Unternehmen aus und Waizenegger führte das Geschäft als alleiniger Inhaber unter der Firmierung "Remigius Waizenegger" fort. Er kaufte die beiden Grundstücke Münchner Straße 12 und Kaiserstraße 41 und begann mit dem Neubau eines Geschäftshauses, dessen erste Räume zum 1.10.1949 bezogen werden konnten. Als die Bauarbeiten 1956/57 abgeschlossen waren, beschäftigte das Unternehmen bereits 50 Mitarbeiter.
Nach dem Tod von Remigius Waizenegger (11.10.1899 - 26.10.1969) wurde die bisherige Einzelfirma in eine GmbH umgewandelt, die als "Waizenegger GmbH & Co. KG, Büro-Einrichtungshaus" firmierte. Am 23.9.1992 wurde der Sitz der Gesellschaft nach Offenbach verlegt.

Literatur

HWA, Abt. 3, Firmenakte und -kartei der IHK Frankfurt am Main.

Westdeutsche Wirtschaftschronik, S. 104.